20. Dresdner Forensische Frühjahrstagung

Teilnahme an der 20. Dresdner Forensischen Frühjahrstagung am 15. Mai 2015

Auch in diesem Jahr haben wir an der Dresdner Forensischen Frühjahrstagung teilgenommen. Thema in diesem Jahr: „Methamphetamin („Crystal“) – kriminologische, juristische und medizinische Aspekte.“

Sind der missbräuchliche Konsum und/oder die Abhängigkeit von Drogen für sich genommen bereits Merkmale einer vorliegenden Kindeswohlgefährdung? Nein, nicht jede elterliche Suchterkrankung beinhaltet zwangsläufig eine Gefährdung des Kindeswohls. Vielmehr bedarf es einer sorgsamen Erörterung verschiedener Fragen und Kriterien: Kann das Kind trotz des Suchtverhaltens seiner Eltern ausreichend physisch und emotional durch diese versorgt werden? Sind die Eltern in der Lage, Defizite ihrer Erziehungskompetenz ausreichend zu kompensieren? Zeigen Sie Veränderungs-bereitschaft?

Um Aussagen darüber treffen zu können, ob und wie stark eine Beeinträchtigung der Erziehungsfähigkeit der Eltern vorliegt, ist eine umfassende Betrachtung der Gesamtsituation sowie aller Risiko- und Schutzfaktoren unumgänglich.

Literaturempfehlung: „Einschränkungen der Erziehungsfähigkeit durch Sucht“ (in Castellanos, H. & Hertkorn, C. (2014). Psychologische Sachverständigengutachten im Familienrecht. 1.Auflage. Baden-Baden: Nomos.)